Dienstag, Januar 05th, 2010 | Author: markus

Heute möchte ich euch ein neues Interview vorstellen und zwar das mit Bee’. Ich habe mich ziemlich doll gefreut als sie mir zusagte. Danke hier auch nochmal! Ich möchte euch jedoch nicht auf die folter spannen…

Markus: Hallo, stell dich doch mal bitte kurz vor.

Bee: Hallo, ich bin Birgit Engelhardt, im Netz auch als “bee” unterwegs. Ich bin 27 Jahre und fotografiere eigentlich schon immer. So richtig intensiv jedoch erst seit zwei Jahren. Da kam zuerst meine erste digitale Spiegelreflexkamera und dann mein Blog, und beide halten mich seither gut auf Trab

Markus: Was machst du lieber: Kochen oder Fotografieren?

Birgit Engelhardt: Fiese Frage Beides, aber nicht gleichzeitig. Entweder kochen und essen - oder fotografieren. Die Reihenfolge “kochen - das Essen fotografieren - erst dann essen” macht schlechte Laune. Ein leerer Magen fotografiert einfach nicht gern.

Markus: Woher die Idee mit dem Foto-Community-Buch? (Wann gibt es einen Final version ) ?

Birgit Engelhardt: Ich konnte vorher nicht kochen. Gar nicht. Nie gelernt, nie gebraucht. Das hat mich gewurmt. Und da dachte ich mir: Wenn mir alle Leute, die ich kenne, ein Rezept geben, ein ganz einfaches, dann müsste das doch zu meistern sein. Und als Anreiz wollte ich die so entstandene Sammlung allen zur Verfügung stellen - die Idee eines Community-Kochbuchs war geboren.


Das Kochen erwies sich schnell als der reinste fotografische Hindernislauf. Food-Fotografie ist gar nicht ohne, und für ordentliche Fotos brauch ich Tageslicht. Das gibt es (in Verbindung mit genug Zeit) nur am Wochenende, weshalb es mit dem Kochbuch zwar stetig, aber eher langsam voran geht. Doch ich habe die Feiertage jetzt gut genutzt und fast jeden Tag gekocht, da bin ich einige Rezepte weiter gekommen. Meine Familie musste dabei als Versuchskaninchen herhalten, hat aber alles brav aufgegessen.


Damit ihr aber nicht zu lange warten müsst, werd ich Mitte/Ende Januar die ersten Rezepte schon einmal rausgeben, und die anderen dann nach und nach veröffentlichen.

Markus: Was machst du neben dem Kochen und Fotografieren beruflich?

Birgit Engelhardt: Beruflich komme ich eher aus der schreibenden Branche und bin im Marketing eines kleinen Unternehmens tätig.

Markus: Wie bist du zum Fotografieren gekommen?

Birgit Engelhardt: Mein Vater hat mal ein Werbegeschenk bekommen: eine kleine, rote, analoge Kamera. Wert: 20 Mark, höchstens. Da hat er einen Film reingelegt und mich Schmetterlinge jagen lassen. War ich stolz, wenn einer überhaupt irgendwie im Bild war. So hat alles angefangen. Damals war ich vllt. 9… Mit 14 habe ich mein Taschengeld zusammen geklaubt und mir eine analoge Spiegelreflex gekauft (Minolta Dynax 500si super, falls sich wer daran erinnert). Ab da ging es dann richtig los.

Markus: Zeig uns doch bitte mal 3 deiner Lieblingsbilder.

Birgit Engelhardt: Vor dieser Frage habe ich mich bis zum Schluss gedrückt. Wie soll ich mich für drei entscheiden? Nun ja, es muss wohl sein, hier sind sie:

Markus: Wie ist die Idee “BeeLeica” entstanden?

Birgit Engelhardt: Spät nachts habe ich mal wahllos gesurft, von einer Designseite zur nächsten. Und bin dabei quasi nebenbei über so eine ähnliche Idee gestolpert, bei der zwei Künstler gemeinsam ein Thema bearbeitet haben. Die Idee für ein Fotoprojekt war geboren. Gleich am nächsten Tag habe ich Paleica angemailt, ob sie mitmachen möchte - denn ich mag ihre Art zu fotografieren sehr gern. Und sie hat ja gesagt

Markus: Hast du was aus diesem Projekt lernen können?

Birgit Engelhardt: Auf jeden Fall. Wenn man die Themen der kommenden Tage im Kopf hat, geht man ganz anders durch die Welt. Ich hatte die Kamera immer dabei und habe auf einmal überall Spiegelungen oder Silhouetten gesehen. Am beeindruckensten fand ich aber, dass man Paleicas und meine Fotos doch relativ gut unterscheiden konnte - wir haben unsere Leser ja raten lassen, welche Bilder von wem sind. Das hätte ich so nicht erwartet.

Markus: Was inspiriert dich?

Birgit Engelhardt: Mein Bett Im Ernst, wenn ich an einem freien Tag morgens im Bett vor mich hin döse, kommen mir die besten Fotoideen. So manches Projekt ist dort schon entstanden.
Ansonsten lese ich viele Fotoblogs und ein tolles Fotoforum, schaue mir viele Fotos an, bin regelmäßig mit meinen Fotogruppen unterwegs oder diskutiere mit ihnen über Bilder oder Themen rund um die Fotografie. Und natürlich versuche ich, mit offenen Augen durch die Stadt und die Welt zu gehen.

Markus: Hast du einen linktipp für Fotografen?

Birgit Engelhardt: Sogar mehrere. Jeder Fotograf sollte auf jeden Fall diese Seiten kennen:
kwefeldein.de - imho DER Fotoblog
kwefeldein.de/forum- ein geniales Fotoforum
Foto-Radar - eine Übersicht der neuesten Beiträge vieler Fotoblogs

Und mein ganz persönlicher Tipp ist Monis Motivklingel: andrae.org/podcast
Ein Podcast rund um die fotografische Gestaltung. Immer wieder ein kleiner Augenöffner und ein bunter Fundus an Ideen

Markus: Hast du das Design deines blogs selbst gemacht?

Birgit Engelhardt: Nicht selbst programmiert, aber selbst gestaltet. Und ja, ich bin schon etwas stolz darauf

Markus: Wenn du 7.777 € geschenkt bekommen würdest, was würdest du damit machen?

Birgit Engelhardt: Streichen wir mal den Aspekt “vernünftig sein und sparen” und haun wir das Geld einfach auf den Kopp, ok?

Kaufen würd ich erst einmal eine gute Stereoanlage. Mein 200-Euro-Ding aus Studienzeiten ist einfach nicht so der Bringer. Ich würde mir Photoshop CS4 kaufen, weil das doch einige schicke Neuerungen hat, und ein paar kostenpflichtige Photoshop-Plugins. Ein Jahresabo von FotoTV.de. Und einmal die Woche würde ich mir in der Mittagspause eine Massage gönnen. Eine Fotoreise in die Toskana oder Bretagne würde mich reizen, aber da hab ich keine Preise im Kopf, ob das noch drin säße.
Der Rest des Geldes ginge für einen schönen Grillabend mit Freunden drauf. Und eine dicke Packung Pralinen, die ich am nächsten Morgen essen würde - während ich im Bett liege und über die nächsten Foto(un)taten nachgrübel.

Markus: Danke für die kleinen einblicke hinter deinen Projekte und nochmehr danke für das eigentlich Interview. Ich wünsche dir ein Fotoreiches Jahr 2010.

cp.

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7 Responses

  1. Sehr schönes Interview mit einer Künstlerin, die ich sehr schätze ! Weiter so !

  2. Danke schoen Pakami für dein kommentar. Ja das finde ich auch, bee kann was!

    Kurz zu dir, ich wollt gerade dein Rss-abonieren, aber irgendwie scheint das nicht zu klappen?

    lg
    markus

  3. @ Markus: Komisch, bei mir klappt alles. Vielleicht probierst Du es einfach nochmal ?

  4. Nachdem ich den gestrigen Tag in vollen Zügen genossen habe (ich bitte, das wörtlich zu nehmen), komme ich jetzt endlich dazu, das hier zu schreiben:

    Lieber Markus, vielen Dank für dieses schöne Interview! Ich war wirklich beeindruckt, wie sehr du mit deinen Fragen auf mich eingegangen bist. Und bei einigen musste ich selbst etwas über mich nachdenken, darum war die Beantwortung auch sehr interessant für mich.

    @Pakami&Markus: Ui das geht runter! :)

  5. Ich liebe sie auch, die Künstlerin!

    Schönes Interview…

  1. [...] dieser stelle möchte ich euch auf Markus’ Blog verweisen - der Gute hat nämlich ein sehr schönes Interview mit mir geführt. Vielen vielen Dank [...]

  2. [...] Ein tolles Interview mit Birgit Engelhardt. Ihr findet mehr Informationen und Projekte von ihr auf ihrem Blog: http://www.birgitengelhardt.de. Zum Interview gehts hier entlang: Interview mit einer Teddy-lieberhaberin | coo(p)ictures.com. [...]

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